Wind im Gesicht, Regentropfen auf der Haut, Matsch unter den Gummistiefeln. Kaum etwas ist so wichtig für die gesunde Entwicklung von Kindern wie das Spielen im Freien auch (und gerade!) bei Wind und Wetter. Wenn Kinder das Wetter mit allen Sinnen erleben dürfen, lernen sie:
„Ich kann mich dem Wetter anpassen – ich bin stark!“
Dieses Naturerleben fördert Resilienz, Selbstwirksamkeit und ein tiefes Umweltbewusstsein.
Und: Die frische Luft ist – gerade im Winter – deutlich feuchter als trockene Heizungsluft und dadurch besser für die Atemwege.
In diesem Beitrag erfährst du, warum das tägliche Spielen draußen so wertvoll ist und wie du dein Kind wetterfest einkleidest! Ganz nach dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung!
Warum tägliches Draußenspielen so gesund ist
Draußen spielen schützt vor Infekten
Draußen verbringen Kinder weniger Zeit in geschlossenen Räumen, wo sich Viren leichter verbreiten. Zusätzlich kommen sie in Kontakt mit natürlichen Mikroorganismen aus Boden, Pflanzen und Luft. Das ist eine Art „Immunsystem-Training“, das langfristig stärkt.
Mehr Vitamin D
Selbst wenn die Sonne nicht sichtbar ist, unterstützt Tageslicht die körpereigene Vitamin-D-Produktion. Das ist wichtig für:
- Immunsystem
- starke Knochen
- gesunde Stimmung & Stressregulation
Mehr Bewegung für Herz und Muskeln
Kinder bewegen sich draußen automatisch mehr: rennen, springen, balancieren, klettern.
Das stärkt:
- Herz-Kreislauf-System
- Muskulatur
- Koordination & Körpergefühl
- Ausdauer
Mentale Gesundheit & Stressabbau
Natürliche Umgebungen wirken nachweislich beruhigend
Kinder, die täglich draußen spielen, sind:
- ausgeglichener
- stressresistenter
- kreativer
- oft zufriedener
Draußen sein schützt sogar die Augen (Myopie-Prävention)
Viel Tageslicht und regelmäßiges Weit-Schauen können das Risiko für Kurzsichtigkeit senken. EIn Effekt, der inzwischen gut wissenschaftlich belegt ist.
Kreativität & soziale Fähigkeiten
Draußen gibt es keine fertigen Spielzeuge, sondern nur Naturmaterialien und grenzenlose Möglichkeiten.
Stöcke, Steine, Blätter, Wasser und Matsch werden zu Werkzeugen, Fahrzeugen oder geheimen Schätzen. Kinder erfinden Rollenspiele, probieren Neues aus und entdecken gemeinsam die Welt. So werden Kreativität, Problemlösefähigkeiten und soziale Kompetenzen ohne feste Anleitung spielerisch gefördert.
Unsere 10 besten Tipps fürs Spielen bei jedem Wetter
1. Eine feste Outdoor-Routine etablieren
Regelmäßigkeit hilft Kindern, sich an unterschiedliche Witterungen zu gewöhnen. Schon 30–60 Minuten draußen wirken positiv auf Immunsystem, Schlafqualität und Stressregulation.
Auch bei Nieselregen, Wind oder grauem Himmel lohnt es sich. Die Kleidung wird nass, aber die Stimmung oft deutlich besser!
Kinder akzeptieren schlechtes Wetter viel besser, wenn draußen spielen einfach dazugehört; zum Beispiel immer nach dem Frühstück oder nach der Kita. Routine schafft Akzeptanz und Vorfreude.
2. Zwiebelprinzip: warm, flexibel & atmungsaktiv

Mehrere dünne Schichten wärmen besser als eine dicke. Optimal ist:
- Funktionsschicht
- Wolle/Fleece
- Wetterfeste Außenschicht
Schwitzige Nacken oder rote Bäckchen? Dann lieber eine Schicht ausziehen.
Was zieht man unter Wollwalk an?
Viele Eltern sind unsicher, wie warm Wollwalk wirklich ist. Die Antwort: Wollwalk ist temperaturregulierend, aber nicht extrem dick, deshalb ist die richtige Unterschichtung entscheidend.
Unter Wollwalk bewährt sich:
- Langarmbody + Leggings aus Wolle-Seide als erste Schicht
- bei kälteren Temperaturen eine weitere Mittelschicht (z. B. Merinowolle oder Wollfleece wie zum Beispiel ein hochschließender Pullover)
Diese Kombination hält warm, ohne zu überhitzen. Achte auf den Nackentest: warm, aber trocken – dann stimmt die Kleidung.
3. Barfußlaufen – so oft wie möglich

Solange es kein Handschuh-Wetter ist, brauchen Kinder draußen nicht zwingend Schuhe.
Barfußlaufen ist großartig für:
- gesunde Fußentwicklung
- Muskulatur & Gleichgewicht
- Sensorik & Naturerleben
Im Sand, auf Wiesen oder Waldboden ist Barfußspielen ideal.
4. Verabredungen nutzen
Gemeinsam macht es mehr Spaß! Mit Freunden oder Geschwistern bleiben Kinder meist länger draußen, bewegen sich mehr und fordern sich gegenseitig heraus.
5. Bewegung macht warm
Kinder müssen draußen spielen, rennen, klettern und toben dürfen. Dadurch erzeugt der Körper selbst Wärme. Wenn ein Kind sich wenig bewegt, z. B. beim Sitzen im Kinderwagen, empfiehlt sich eine dünne Extraschicht. Im Kinderwagen oder Buggy kann das z. B. ein warmer Fußsack sein, der zusätzlich schützt, ohne dass das Kind ins Schwitzen gerät.
6. Eine schützende Mütze
Die Ohren der Kleinen sollten geschützt werden. Bei Wind in der Übergangszeit ist eine leichte Mütze sinnvoll. Bei Wind und gleichzeitiger Kälte ist ein Balaclava toll! Balaclava werden auch oft von Kindern akzeptiert, die Mützen sonst nicht so gerne haben.
7. Warme Pausen einplanen
Eine isolierte Picknick-Decke mitnehmen, denn kurze Aufwärmpausen (heiße Getränke, ein Snack, bisschen Kuscheln) sorgen dafür, dass Kinder länger und entspannter draußen bleiben.
8. Draußen-Spiele für jedes Wetter
Windig
- Drachen steigen lassen
- Blätter pusten
- Windspiele aus Naturmaterialien basteln
Regnerisch
- Pfützen springen
- Matschkuchen backen
- Regenwürmer beobachten
Kalt
- Schatzsuche im Wald
- Schneefiguren bauen
- Tierspuren entdecken
9. Wechselkleidung
Kinder werden beim Spielen draußen häufig nass. Das kennen wir alle! Eine kleine Tasche mit Wechselkleidung sollte deshalb immer dabei sein:
- trockene Socken und Schuhe
- Ersatzhose oder Leggings
- warmes Oberteil oder Pullover
- ggf. Mütze und Handschuhe
So können Kinder nach Pfützen oder Schnee schnell wieder trocken und warm werden und weiterspielen. Das verhindert Unterkühlung und sorgt dafür, dass der Spaß draußen nicht vorzeitig endet.
10. Gute Kleidung erleichtert den Alltag

Wenn Kinder warm und bequem angezogen sind, macht das Rausgehen doppelt Spaß.
Wir nutzen super gerne wetterfeste, hochwertige Produkte wie z. B.:
Walkoverall aus Wollwalk oder für die Kleinen ein Wollfleece Kapuzenoverall aus unserem geliebten Syncson-Shop, der von zwei ganz tollen Frauen gegründet und geführt wird.
Beim Matschen in den Pfützen zusätzlich ein wasserdichtes Regenset, das zuverlässig vor Nässe schützt! Dadurch macht das Pfützenhüpfen erst richtig spaßig.
Für die Hände eignen sich Fäustlinge aus Merinowolle toll und beim Spielen im Schnee wasserfeste Handschuhe.*
Sie sind robust, langlebig, bewegungsfreundlich und ideal für Wind-und-Wetter-Kinder.
Fazit: Rausgehen lohnt sich immer!
Tägliches Spielen draußen ist eines der einfachsten und wirksamsten Dinge, die Eltern für die Gesundheit ihrer Kinder tun können.
Mit der passenden Kleidung, einer positiven Einstellung und ein paar Ideen für Wind, Regen und Kälte wird das Rausgehen zu einem täglichen Abenteuer für Klein und Groß. Also: Jacke an, Mütze auf und raus ins Abenteuer!
Wissenschaftliche Quellen
- Rose KA et al. Outdoor activity reduces the prevalence of myopia in children. Ophthalmology (2008)
- Wu PC et al. Myopia prevention and outdoor light intensity in children. JAMA Ophthalmology
- Robert Koch-Institut (RKI): Gesundheitliche Vorteile von Bewegung & Aufenthalt im Freien
- Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ): Empfehlungen zu Bewegung
- BZgA: Bewegung, Immunsystem & Kindergesundheit
- Renz-Polster H.: „Kinder verstehen“ – Naturerleben & Entwicklung
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